achtung ego

Ich möchte dir heute von einer für mich richtungsverändernden Erkenntnis berichten. Die Erkenntnis darüber, von der Schwere in die Leichtigkeit zu kommen.

Die Schwere – eine gute Vertraute

Viele Jahre meines Lebens ging ich den schweren Weg. Schwere war für mich jeden Tag spürbar, doch war ich so sehr daran gewöhnt, dass es mir gar nicht auffiel. Von Kindesalter an begleitete sie mich. Sie war mir eine richtig gute Freundin geworden. Ich machte viele Erfahrungen, die in mir den Schluss gedeihen ließen, dass das Leben schwer ist. Ich war davon überzeugt, mit jeder Zelle meines Körpers. Egal was es war, die Schule, die Freizeit, die Ehe, das Mutter-Sein, der Beruf, die Selbständigkeit, erfolgreich sein, …alles schwer. Und genau diese Umstände fand ich in meinem Leben im Außen immer wieder vor.

Nun werde ich in ein paar Tagen 37 Jahre alt. Ich schreibe diese Zeilen mit Tränen in den Augen, so sehr berührt mich diese Erkenntnis. Ich suchte die vergangenen Jahre nach einem Weg, Leichtigkeit zu leben und wusste nicht, wie das geht. Woher auch? Hatte ich mich doch an die Schwere so sehr gewöhnt.

Mein Weg

Aber ich will dir erzählen, wie es kam: Vor sechs Jahren begannen – abermals, aber auf andere Weise – meine Lebensumstände so schwer zu werden, dass ich einen kompletten Turn-Around schaffte. Das musste ich tun, um nicht daran zu zerbrechen. Ich musste meinem Leben eine völlige Wende geben, denn anders hätte ich die Zeit damals nicht verkraftet. Ich war am Ende meiner Kräfte und ging weit über meine Grenzen. Was genau damals passierte, ist eigentlich unwichtig, viel wichtiger ist die daraus resultierende Erkenntnis. Denn wir alle – JEDER VON UNS – kommen mal an oder gehen über unsere Grenzen. Und wir alle müssen irgendwie weitermachen. Es gibt niemanden der verschont bleibt. Und das ist auch gut so. Denn diese Situationen dienen uns zu lediglich einem einzigen Zweck: uns über uns zu erheben. Zu wachsen. Zu lernen und um uns weiterzuentwickeln. Wenn wir diese Situationen ignorieren, werden wir wieder und wieder mit ihnen konfrontiert, bis wir die Lektion gelernt haben.

Aber zurück. Ich richtete mein ganzes Leben komplett neu aus. Damals war ich Anfang dreißig. Und ich lernte so viel Neues. Ich änderte meine Lebenseinstellung, ich gab meinem Leben eine neue Richtung. Es war so schön, ich machte gänzlich neue Erfahrungen, die ich bis dato nicht kannte. Mut und Zuversicht wuchsen in mir. Ich erkannte mich immer mehr, begann, meinen Wert zu erkennen und irgendwo tief in mir drin wurde eine Stimme laut, die mir sagte, ich solle mich selbständig machen. Und ich tat es.

Das Ego

Doch eines war mir damals noch nicht klar. Es war eine Entscheidung, die ich aus dem Ego heraus traf. Weshalb? Weil ich nicht wahrhaben wollte, dass ich mein Herz verschlossen hatte. So tief ging diese Erfahrung, damals, 2011/2012. Ich baute eine riesige Mauer um mein Herz, so tief saß der Schmerz. Es war eine Strategie, die aber so gut getarnt war, dass sie mir nicht bewusst war. Ich wunderte mich zwar sehr oft, weshalb ich meiner Intuition nicht mehr trauen konnte, war sie doch zuvor eine meiner größten Stärken, doch war dies der einzige Hinweis, ich konnte ihn nicht deuten.

So verlief auch die Selbständigkeit schwer. Zwar war und bin ich erfolgreich, in dem was ich tat und tue, aber doch waren die Hürden des Vorankommens groß. Selbstgemacht. So weiß ich es heute. In der Selbständigkeit bist du mit deinen ureigenen Einstellungen, Programmierungen und Glaubenssätzen konfrontiert und wenn du wirklich vorankommen willst, MUSST du dort hin schauen. Denn du bist dein Business. Und deine Einstellung ist verantwortlich für deinen Erfolg. So erkannte ich überhaupt erst, dass ich einen schweren Weg ging, wusste aber nicht, wann ich ihn beschritten hatte, noch weniger, wie ich ihn verlassen konnte. Also machte ich weiter. It work´s sagen wohl die Amerikaner dazu.

Der Weg des Herzens

Bis ich etwas Wesentliches erkannte: ich folgte nicht meinem Herzen. Ich spürte wenig bis gar keine Freude, wenn ich erfolgreich war. Sobald das Ziel erreicht war, wurde zum nächsten Punkt übergegangen. So wunderte ich mich auch, dass ich – alles war erfolgreich lief – wieder aufhörte zu tun und mich auf etwas anderes konzentrierte. Selbstsabotage nenne ich das. Alles was funktionierten konnte, hörte ich auf zu tun, denn es könnte mein Herz berühren. All das könnte mich in die Freude bringen, in die Leichtigkeit, doch das wusste ich unbewusst gut zu verhindern, verschloss ich doch alles, was schön war, hinter Mauern. So tat ich mal dieses, mal jenes, aber einfach nur weil ich etwas tun musste.

Bis mir dann all das vor Kurzem klar wurde*. Dann entschloss ich mich, mein Herz zu öffnen und begann, in kleinen Schritten – so vorsichtig, wie ein kleines Kind, das gerade Laufen lernt – zu spüren. Mich wieder einzulassen auf das Gefühl. Meine Emotionen wieder zuzulassen. Ich begann eine Liste zu erstellen, die all das beinhaltet, was ich gerne mache und setzte jeden Tag eine Tätigkeit um. Ich meditierte, hielt Innenschau, wieder und wieder und stellte mir vor, jedesmal wenn ich durch eine Tür ging, dass sich mein Herz ein Stück weiter öffnet, und andere Dinge mehr.

Das Ergebnis

Das Resultat ist atemberaubend. Ich erlebe ein solch tiefes Gefühl der Warmherzigkeit, der Freude und der Liebe, wie ich mich nicht mehr erinnere, es jemals wahrgenommen zu haben. Ich kann mich wieder auf meine Intuition verlassen und mich von ihr führen lassen. Es fühlt sich so an, als dass aus einer Raupe ein Schmetterling wurde. Und aus der Schwere wird plötzlich – Stück für Stück – Leichtigkeit. Ich spüre, wie die Last von meinen Schultern fällt.

Und mit all dem kam eine für mich wirklich überwältigende Erkenntnis:

Ich lebe zwar bereits meine Berufung, ich bin mit dem was ich tue, auf dem richtigen Weg, allerdings aber war ich noch nicht im richtigen Fortbewegungsmittel. Ich habe mich in vielem versucht, doch etwas fehlte bisher: ich wusste nicht genau, wie ich meine Mission benennen sollte. Damit meine ich, wie ich mich mit meinem Angebot für die Menschen positionieren soll. Doch nun ist es klar.

Eine ganz besondere, mir nahestehende Person, der ich schon sehr viel zu verdanken habe, hat mir dabei geholfen. Aus einem normalen Gespräch heraus, kam die Klarheit. Daher werde ich mich nun neu ausrichten, du wirst es bald sehen. Und mich dabei von meinem Herzen führen lassen.

Die Erkenntnis lautet daher: wenn es schwer geht ist es der Weg des Egos. Oder der „falsche“ Weg. Du erkennst, dass du den richtigen Weg gehst, den der für dich bestimmt ist, wenn es leicht geht. Dann gehst du den Weg deines Herzens. Und das ist das, worum es im Leben geht. Nicht darum, zu leiden. Solange es schwer geht, gibt es noch etwas zu lernen.

Wir unterliegen meistens einem großen Irrtum: dass es schwer gehen muss. So haben es viele, ja die meisten Menschen gelernt. Du auch? Gehörst du auch zu jenen, bei denen es immer schwer geht? Das kann jeden Bereich betreffen. In meinem Fall spiegelte es sich stark in der Selbständigkeit, doch kann es sich in Beziehungen zeigen, im Job, in Freundschaften,… Wenn du zu jenen gehörst, wirst du wissen, was ich meine.

Fällt es dir schwer, das zu glauben? Vielleicht glaubst du, dass das nicht geht. Dass leichte Umstände und Wege, ein leichtes und angenehmes Leben nur Illusion sind. Dann wisse, dass dies deine Überzeugungen sind, nach denen sich dein Leben gestaltet. Das Außen, alle Umstände und Situationen, sind lediglich ein Spiegel deines Inneren. Der Einstellung, deiner Sicht der Dinge.

Wenn es bei dir schwer geht, dann lohnt es sich, das zu ändern. Und ob du es glaubst oder nicht: das zu ändern, geht ganz leicht.

Wie schaut es bei dir aus? Hinterlasse doch einen Kommentar! Ich würde mich freuen!

Alles Liebe,

Deine Gabriele.

 

*wie ich diese Klarheit erlangte und was damit noch alles verbunden war, darüber schreibe ich im nächsten Blogbeitrag.

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